Der Fähnlilauf

Der Fähnlilauf findet einmal pro Jahr statt und dient dazu, das "beste" Fähnli der Abteilung zu bestimmen. Belohnt wird das siegende Fähnli mit einem Wanderpokal.
Dieses Jahr fand der Fähnlilauf an einem Novembersamstag auf der Baldegg statt. Die Pfadfinder hatten vorgängig einen Brief von der UNO bekommen, worin sie aufgerufen wurden, aktive Krisen- und Wirtschaftshilfe zu leisten. Man traf sich also auf der Baldegg, um dem Ruf nach einer guten Tat zu folgen. Die Geschichte war folgendermassen: Das vom langen Bürgerkrieg zerstörte Indonesien liegt wirtschaftlich am Boden und die Bevölkerung hungert. Die letzten Nahrungsmittel werden bald aufgebraucht sein, und das Land steht kurz vor einer humanitären Katastrophe. Die Pfader wurden von der UNO ersucht, dies zu verhindern und dem Land seinen alten Glanz zurückzugeben. Aufgabe der Pfader war es, zuerst die letzten Nahrungsreste auf der Insel zu sammeln, um diese dann gezielt an "Arbeiter" weiterzugeben, welche dann mit einer Konzession der UNO bestimmte Infrastrukturen neu aufbauen konnten. Ganz so einfach war das nicht, da auf den effektiv zugeordneten Planfeldern zuerst Bauernhöfe und dazugehörige Felder und Strassen (in miniature mit Holz und andere "Waldmaterialien") gebaut werden mussten, um die "Selbstversorgung" der nachziehenden Bevölkerung zu gewährleisten. Auch konnte man nicht beliebig bauen, was man wollte, da man an bestimmte "Ressourcen" wie Holz, Kohle, Öl und weitere gebunden war, welche nur auf bestimmten Planfeldern vorkamen. Also galt es, vom Hafen und der Küstennähe aus, wo die Pfader mit ihren UNO-Schiffen gelandet waren, in weite Gebiete des Landes vorzudringen, um wichtige Rohstoffe zu erschliessen, so dass die Entwicklung des Landes nicht gehemmt wurde. Um neue Gebiete zu erringen musste man in "Kämpfer" investieren und einen "Kampf" mit Pfeil und Bogen gewinnen, um so die letzten Aufständischen zu vertreiben.
Hektisch ging es derweil an der Börse zu und her, wo der Kurs für Nahrungsmittel und Arbeiter/Kämpfer ständig änderte, und mit Neugier wurde der mehrmals stündliche nachgeführte Entwicklungsgraph betrachtet, denn jede der vier Inseln Jolo, Borneo, Sumatra und Java kämpfte darum, die wirtschaftlich erfolgreichste zu sein. Die erfolgreichste Region dieser vier wurde jeweils von der Landesregierung für den Standort der Hauptstadt ausgewählt und hatte somit am meisten Ansehen. Für die Pfader gab es auch jeweils Ice-Tea, wenn ihre Insel nach einem Rundendurchgang (ca. 20min) die erfolgreichste war. Bewertet wurden jeweils die zurückeroberten Gebiete sowie die darauf erbaute Infrastruktur (z.B. Kraftwerke, Shopping Center, Polizeigebäude, Flughafen, Eisenbahn etc.) und weiteren Errungenschaften ( von Trinkwasserversorgung bis Raumfahrt).

Schlussendlich, nach sechs Jahren, konnten die Inseln wieder auf eigenen Füssen stehen, und die UNO zog sich zurück, jedoch nicht ohne das erfolgreichste ihrer Teams zu bestimmen. Der Einsatz aller Pfader war gross, doch einer musste gewinnen, sodass sich folgender Rangliste ergab: 1. Gamma, 2. Cobra, 3. Irchies, 4. Skorpion, 5. Delta, 6. Xenon, 7. Argon, 8. Orchies

Im Jahr zuvor gab es eine Expedition Urwald, bei der den Pfadern bei einem Vulkanausbruch ihre Leiter von bösen Affen entführt wurden, und nur durch das Erlernen aller im Urwald lebensnotwendigen Fähigkeiten wie z.B. Jagen, Hütten bauen und Feuer machen, gelang es, diese wieder zurückzubekommen, was dann mit einem "Urwaldschmaus" gefeiert wurde.