Pfadi Hochwacht Baden

1. Die Leiterschaft

Diese besteht aus Jugendlichen (ab 16 Jahren), die unter Einsatz von Freizeit und Ferien ehrenamtlich und mit viel Idealismus versuchen, den Wölfen ein vielseitiges Freizeitangebot zu bieten. Sie sind noch in der Lehre, gehen zur Schule, arbeiten oder studieren. Die meisten haben selber eine "Pfadikarriere" in unserer oder in einer anderen Abteilung hinter sich und werden laufend durch die Abteilung, die PA, die PBS und "Jugend+Sport" (J+S) in Kursen aus- und weitergebildet.

2. Ziele der Wolfsstufe

Zitat aus den Stufenprofilen (Ausgabe 1990) der PBS:
"Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Eigenschaften und Bedürfnissen gemäss harmonisch zu entwickeln, setzt sich die Wolfsstufe folgende Ziele:
Wir wollen den Kindern von einer sicheren Warte aus die Welt zeigen, ihnen helfen, darin die ersten selbständigen Schritte zu tun und ihnen ermöglichen, weiterhin in ihrer Phantasiewelt zu leben.
Wir wollen den Kindern helfen, ihren Platz in der Gruppe zu finden und die Regeln des Zusammenlebens kennenzulernen und zu beachten.
Wir wollen den Kindern durch möglichst verschiedene und breitgestreute Aktivitäten helfen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten kennenzulernen und zu entwickeln und ihre Grenzen zu erfahren. Wir fördern kreative Tätigkeiten und wollen die Kinder zu Entdeckungen in ihrer Umwelt führen, ohne sie in eine Richtung zu zwängen.
Die Kinder sollen sich über Probleme und Geheimnisse des Lebens Gedanken machen und sich Fragen stellen. Sie sollen dabei lernen, auch andere Ansichten und Überzeugungen gelten zu lassen."



3. Methoden der Wolfsstufe

Wir wollen den Kindern eine ganzheitliche Entwicklung ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, benützen wir verschiedene Methoden, die alle im Zusammenhang mit den fünf erzieherischen Grundebenen (die Beziehung zu sich / zu andern / zum eigenen Körper / zu den Dingen / zum Sinn des Lebens) stehen. Eine wichtige Rolle spielt die Symbolik, welche unseren Aktivitäten einen umfassenden Rahmen geben. Die wichtigsten Symbole sind das Wolfsleben und das Leben im Dschungel, nach dem Vorbild des Dschungelbuches von R. Kipling.
Alle unsere Aktivitäten spielen sich in der Gruppe ab. In diesen können die Kinder bereits kleinere Aufgaben übernehmen und lernen so, ihrem Alter entsprechende Verantwortung zu übernehmen.
Unter dem Motto "persönlicher Fortschritt" soll sich jedes Kind persönlich entfalten können. Die Kinder sollen spüren, dass ihre Ideen ernst genommen werden und ihre Fähigkeiten für die Gruppe wichtig sind. Eine entscheidende Rolle spielt bei all unseren Aktivitäten das Spiel, seien es Einzelspiele oder Gruppenspiele, Spiele ohne Sieger, Rollenspiele oder andere.



4. Das "Wolfsleben"

In der Wolfsstufe kennen wir verschiedene Tätigkeitsbereiche:
Handwerklicher Bereich: ausprobieren, kreativ sein, neue Techniken erlernen, Bastel- und Werkarbeiten ausführen
Gestalterischer Bereich: sich ausdrücken, etwas darstellen, in eine andere Rolle schlüpfen, Theater spielen, sich verkleiden
Pfaditechnischer Bereich: einfache Orientierungsübungen (z. B. Spurenzeichen), erste Kenntnisse in Pioniertechnik (z. B. Knoten), Kochen und erster Hilfe
Sportlicher Bereich: verschiedenste Spiele, Aktivitäten aus dem sportlichen Bereich (z.B. Schlitteln)
Gemeinschaftserlebnisse: Lagerfeuer, gemeinsames Singen, gemütliches Beisammensein, Feste Erlebnisse in der Natur: sie kennenlernen, beobachten, Veränderungen wahrnehmen, darin spielen
Ruhige Momente: Auseinandersetzen, Verstehen und Erleben von Gesetz, Feiern, Abendspaziergänge

Das Gesetz lautet: "Mer wänd zunenand luege, enand hälfe und vonenand lehre. Mer wänd Sorg hebe zu de Natur und Umwält. Mer wänd mit Auge, Nase, Ohre, Muul und Händ Neus entdecke."

 

5. Das "Wolfsjahr"

Normalerweise trifft man sich während der Schulzeit am Samstagnachmittag zur Übung. Wann und wo wir uns treffen, wird im Quartalsprogramm (QP)bekanntgegeben. Jedes QP steht unter einen bestimmten Thema, welches als "roter Faden" durch das Quartal führt.

Es gibt auch einige besondere Übungen: Georgstag im Frühling, an dem die ätesten Wölfe in die Pfadistufe übertreten, dem ein Übertrittsweekend für die übertretenden Wölfe vorausgegangen ist; Nachtübungen, die etwa zweimal im Jahr stattfinden; Bott, ein spielerischer Wettkampf zwischen allen Wölfen und Bienli (dem weiblichen Pendant zu den Wölfen) des ganzen Kantons, (bzw. zwischen allen Pfadis des Kantons); Abteilungs- und Stufenübungen; Waldweihnacht, meist mit Beteiligung der Eltern; nicht regelmässig stattfindende Werbeübungen, um neue Wölfe zu gewinnen; und alle paar Jahre der Fami (Familienabend), ein Theater, an dem alle Mitglieder der Abteilung beteiligt sind.
Höhepunkt des Wolfsjahres ist zweifelsohne das Sommerlager, das eine Woche dauert und im Allgemeinen in der ersten Sommerferienwoche stattfindet. Dort erhalten Neulinge auch ihren Wolfsnamen, der meist besondere Fähigkeiten des Kindes beschreibt.

Die Pfadi Hochwacht besitzt zwei Pfadiheime, ein altes und ein neues. Beide stehen auf dem Rütibuck in Baden (auf der Allmend, bei den Tennisplätzen).


6. Organisatorisches

Falls Ihr Sohn einmal verhindert sein sollte, an einer Übung teilzunehmen, rechnen wir damit, dass er sich bis spätestens am Freitagabend bei einem/einer seiner Meuteleiter/-innen abmelden würde. Dies erleichtert uns die Planung um einiges!

Eintritt

Wenn Sie und Ihr Sohn sich entschlossen haben, dass er der Abteilung beitreten möchte, füllen Sie das Anmeldeformular aus, legen ein Passfoto Ihres Sohnes bei, und lassen dies dem/der Meuteleiter/-in Ihres Sohnes zukommen. Das Formular geht dann weiter an die Stufenleitung, Adressverwaltung und die Abteilungsleitung. Vom Zeitpunkt der Anmeldung an erhält Ihr Sohn alle Pfadipost und ist der Pfadiversicherung angeschlossen.

Austritt

Falls Ihr Sohn nicht mehr an den Übungen teilnehmen möchte, was wir bedauern würden, sollten Sie das Gespräch mit dem/der Meuteleiter/-in Ihres Sohnes suchen, vielleicht bringt ja ein Meutewechsel Ihrem Sohn die Freude an den Wölfen wieder zurück? Nach (erfolglos) erfolgtem Gespräch und definitivem Entschluss sind wir aus versicherungstechnischen Gründen auf ein schriftliches Austrittsschreiben mit Unterschrift des/der gesetzlichen Vertreters/-in angewiesen. Senden Sie ein solches Austrittsschreiben bitte an die Meuteleitung.


7. Versicherung und Finanzen

Die Leiterschaft trägt die Verantwortung für die Wölfe von Anfang bis Ende der Übung. Bei Unfällen, die auf dem direkten Weg an die Übung, von der Übung und während der Übung passieren, übernimmt die Pfadiversicherung die Kosten, die nicht durch eine andere (private) Versicherung gedeckt werden. Die Versicherungsprämie für die Pfadi-Kollektiv-Versicherung ist Bestandteil des jährlichen Mitgliederbeitrages. Diese Beiträge sind auch einige der wenigen Finanzierungsquellen unserer Abteilung. Daneben gibt es noch die Erträge aus den Papiersammlungen (die Leiterschaft und Raiderstufe sammeln Altpapier in Baden) und den Vermietungen des alten Heims. Der grösste Teil des Mitgliederbeitrags muss jedoch an die Pfadi Aargau und an den Pfadibund Schweiz weitergegeben werden.


8. Ausrüstung

Es lohnt sich, den Wolf von Anfang an gut auszurüsten, da er die meisten Gegenstände (ideale Geschenksideen für Verwandte!) während seiner ganzen Pfadizeit brauchen wird: Rucksack, Schlafsack, Wanderschuhe, Dolch oder Sackmesser, Feldflasche, Essbesteck und Essgeschirr für Aktivitäten im Freien. Das Pfadimaterialbüro bietet mit der eigenen Marke "hajk" preisgünstig qualitativ hochstehende und äusserst pfaditaugliche Artikel an. Mehr erfahren Sie bei unserer Bekleidungsstelle (Adresse auf dem Beiblatt, bitte telefonisch voranmelden). Auch die Uniform wird dort verkauft.
Ein Täschli für die Dinge, welche der Wolf an jeder Übung dabeihaben sollte, können Sie ebenfalls dort erwerben. Es ist natürlich ohne weiteres möglich, einen kleinen Rucksack oder eine andere Tasche zu benützen, wichtig ist der Inhalt. Plastiksäcke allerdings sind nicht besonders pfaditauglich!
Denken Sie daran, alle Gegenstände anzuschreiben, um Verwechslungen zu vermeiden.

Vollständiges Täschli

Zum vollständigen Täschli gehören: Schreibzeug, Papier, Zeitungspapier, Zündhölzer, Sackmesser oder Dolch, Schnur, Taschentuch, kleine Apotheke (mindestens bestehend aus Pflaster und Desinfektionsmittel), einige Sicherheitsnadeln, Notgeld (Genügend Geld für eine Notfall-Busfahrt mit der RVBW), Guet-Jagd-Büchlein (erhält der Wolf bei seiner Meuteleitung).

Uniform

Seit der Gründung tragen die Pfadis ein einheitliches Tenue, die sogenannte Uniform (heute verstehen wir darunter nur noch ein Hemd). Der Grund war damals, dass man mit der gleichen Kleidung für alle eine Gruppenbildung nach Gesellschaftsschichten vermeiden wollte. Ausserdem ist die Uniform aus robustem Material und deshalb für den Pfadibetrieb geeignet.
Die Uniform ist je nach Stufe verschieden: Wölfe und Bienli tragen türkisblau, die Pfadis khaki, die Rover (also auch die Leiterschaft) grün.
An die Uniform gehören: Hochwachtabzeichen (in der Materialstelle erhältlich) auf der rechten Brusttasche, Rudelwolf (erhält der Wolf von der Meutenleitung) am linken Ärmel, evtl. Vize- und Rudelführerstreifen (ebenfalls von der Meuteleitung) auf der linken Brusttasche.
Zum normalen Pfaditenue "vollständige Uniform" gehören:

Uniform
Pfadikrawatte (in der Materialstelle erhältlich) mit Krawattenring (gekauft oder selber gebastelt)
evtl. Pfadigürtel (in der Materialstelle erhätlich)
hohe Schuhe (aus versicherungstechnischen Gründen)
vollständiges Täschli (siehe oben)

Die Wolfsleiterschaft hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen. Es wäre schön, wenn wir uns einmal kennenlernen würden. Wir freuen uns immer über ein Echo seitens der Eltern!
Wir freuen uns auf Ihren Sohn als neuen Wolf!


Die Leiterinnen und Leiter der Wolfsstufe


Die Wolfsstufe